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From:  Hendrik Bohm <hendrik.bohm@sunsetsky.de>
Newsgroups:  fido.ger.magie
Subject:  FAQ1-1995
Date:  Wed, 05 Mar 2008 00:06:18 +0100
Organization:  ChaosBox
Lines:  836
Message-ID:  <6362v9F24dklpU1@mid.individual.net>
Mime-Version:  1.0
Content-Type:  text/plain; charset=us-ascii
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X-Newsreader:  Forte Agent 4.2/32.1117
X-No-Archive:  yes
X-Received-Date:  Tue, 04 Mar 2008 18:06:21 EST (text.usenetserver.com)
Xref:  news2.ip-mobilphone.net fido.ger.magie:17953


*.


MAGIE.FAQ
=========


Frage = *F* Antwort = *A*

*F* : Was bedeutet "FAQ"?

*A* : "Frequently Asked Questions" = haeufig gestellte Fragen


*F* :
-----
Was ist Magie?

*A* :
-----

Magie ist die Kunst und Wissenschaft, Bewusstsein und Realitaet in
Uebereinstimmung mit dem Willen zu veraendern. Dabei geht es darum,
die
eigene Einbildung in (die persoenliche) Wirklichkeit zu
transformieren!
Insofern ist Magie eine geistige Wissenschaft, sie wirkt durch den
Geist
und mit dem Geist! Teils mit dem eigenen, teils mit Hilfe geistiger
Wesenheiten, zu denen der Magier mittels bestimmter Methoden Kontakt
aufnimmt.


*F*:
-----

Worin liegt der Unterschied zwischen einem Magier und einem "normalen"
Menschen?


*A*:
-----

Der Unterschied liegt im Selbstverstaendnis und der Einstellung! Magie
ist
ein "okkulter", d.h. verborgener Weg, das eigene Leben und Schicksal
zu
gestalten! Der Magier geht davon aus, dass dies moeglich ist und macht
sich
nicht zum Sklaven von anonymen Schicksalsmaechten, denen er sich, wie
die
meisten "gewoehnlichen Menschen", hilflos ausgeliefert fuehlt, sondern
er
selbst ist Meister seines Weges! Aber auch fuer einen Magier ist
dieser Weg
mit staendigem Lernen verbunden - und der Magier lernt _bewusst_, denn
jede
neu gewonnene Erkenntnis und Faehigkeit dient der eigenen
Weiterentwicklung!



*F* :
-----
Kann jeder Magie wirken, und wie kann man es lernen?

*A* :
-----
Da der Mensch von seiner Basis her ein geistiges Wesen ist und aus dem
Geist kommt, kann im Prinzip jeder Mensch auch Magie wirken. Unbewusst
tun
alle Menschen dies bereits durch ihre Art des Denkens, sowohl im
positiven
wie im negativen Sinne. Magie hat sehr viel mit Denken und mit
Gedanken zu
tun, es besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen unserem Denken
und der
Art, wie wir Realitaet erfahren und verarbeiten. In der Praxis gehoert
jedoch
mehr dazu, um "Magier" werden zu koennen. Denn in den allermeisten
Faellen
ist der Mensch nicht Herr seines Denkens und seines Empfindens. Diese
Dinge
muessen erst ins Bewusstsein gebracht und von dort her kontrolliert
werden
koennen. Dies kann man jedoch lernen, es ist ein oftmals langer und
schwieriger Weg, teilweise auch abhaengig davon, wieviel man bereits
aus
frueheren Inkarnationen an Faehigkeiten oder auch Behinderungen
mitbringt!
Manche benoetigen dazu einen Lehrer, der sie anleitet, andere,
karmisch
Fortgeschrittenere wiederum schaffen diesen Weg allein, denn es gilt
dann nur
noch, einst Gekonntes und Gewusstes wieder an die Oberflaeche zu
bringen.


*F* :
-----
Welche Voraussetzungen sind notwendig, um Magier zu werden?


*A* :
-----
Mehrere: Zum einen die Bereitschaft, durch Erziehung und/oder
Autoritaeten
uebernommene Paradigmen und Konventionen zu ueberpruefen und ggf.
'ueber
Bord' zu werfen. Zum anderen der feste Wille, auch dann durchzuhalten,
wenn einem "der Wind von vorne ins Gesicht blaest". Wie es einmal ein
Magier sehr treffend ausdrueckte, wird man nicht leicht Magier, und
man
wird auch nicht billig Magier! Magie ist die Faehigkeit, Realitaet zu
transformieren, das erreicht man nicht, wenn man bei der kleinsten
Huerde
aufgibt, die sich einem in den Weg stellt. Und auf dem magischen Pfad
stellen sich einem viele Huerden in den Weg!


*F* :
-----
Was sind die ersten Faehigkeiten, die ich mir als Magie-Anwaerter
erwerben
muss?

*A* :
-----
Geistig: *Aufmerksamkeit* !
Seelisch: *Gelassenheit* !
Koerperlich: *Entspanntheit* !

Durch die *Aufmerksamkeit* des Geistes schaerft der Magier seine Sinne
und
lernt sich und seine Impulse besser kennen und dadurch beherrschen.

Durch *Gelassenheit* lernt er, alle Phaenomene, die ihm aufseinem Weg
begegnen moegen, ohne emotionale Wertung einzuschaetzen und dadurch zu
kontrollieren.

Durch koerperliche *Entspanntheit* lernt er, seinen Koerper besser zu
beherrschen und Blockaden zu loesen, die ihn sonst behindern wuerden.

Alle diese drei Faktoren stehen in Wechselwirkung zueinander und
bedingen
sich daher gegenseitig. Sie gehoeren zu den Grundtugenden auf dem
magischen Pfad!



*F* :
-----
Was ist noch wichtig, wenn ich mich der magischen Praxis zuwenden
will?


*A* :
-----
Magische Praxis, das sind zunaechst die grundlegenden Uebungen in
*Konzentration*, visuelle Vorstellungskraft (Imagination) und, nicht
zuletzt, *Gedankenkontrolle* . Jeder, der sich ernsthaft mit Magie
beschaeftigen will, muss zuerst lernen, sich auf einen bestimmten
Punkt
hin zu konzentrieren, und zwar auch ueber laengere Zeit. Ohne
Konzentrationskraft fruchtet der schoenste magische Wille nichts! Die
zweite Saeule der Magie ist die *Imagination* , d.h., die Faehigkeit,
ein
bestimmtes Bild in seinem Geist, also vor seinem 'inneren Auge' zu
erschaffen und dort eine Weile zu halten. Das uebt man erst mit
einfachen
Gegenstaenden, spaeter koennen es komplexere Objekte, bis hin zu
ganzen
Szenen sein. Schliesslich ist es notwendig, seine Gedanken zu
kontrollieren! Der gewoehnliche Mensch wird tagtaeglich von seinen
widerspruechlichen Gedanken und Gefuehlen hin und her gerissen. Eben
diese
Widerspruechlichkeit praegt dann auch die Alltagsrealitaet, die oft
genug
von kleinen Katastrophen begleitet wird. Der Mensch ist der Sklave
seiner
Gedanken und seiner Emotionen! Die Befreiung kann erst dann geschehen,
wenn man lernt, seine Gedanken und auch seine Emotionen im Zaum zu
halten,
und die permanent ratternde Gedankenmaschine zeitweilig zur Ruhe zu
bringen. Das *Ruhen in der Stille* ist die Kraftquelle der Magie! Aus
diesem inneren Zentrum heraus koennen dann Impulse entwickelt werden,
die
sich schliesslich als Realitaet manifestieren.


*F* :
-----
Ich bin schon mehrfach auf den Begriff 'Magick' gestossen. Was ist
denn
nun darunter zu verstehen? Hat das auch etwas mit Magie zu tun?

*A* :
-----
Das Wort *Magick* kommt aus dem Englischen und ist eigentlich eine
Verbalhornung des urspruenglichen Wortes 'Magic', was nichts anderes
als
Magie bedeutet. Insofern besteht oberflaechlich betrachtet auch kein
marginaler Unterschied zwischen den Begriffen Magie und Magick.
Dennoch
hat sich in der Definition dieser Begriffe im magischen Sprachgebrauch
ein
klarer Unterschied herauskristallisiert: Wenn man davon ausgeht, dass
Magie allgemein als Kunst und die Macht, Realitaet durch Anwendung
geistiger Kraefte in Uebereinstimmung mit dem Willen zu veraendern,
angesehen werden kann, so ist 'Magick' vielmehr der *individuelle
Weg*,
Magie zu verwirklichen, also die *persoenliche magische Formel*! Diese
Definition ist deshalb notwendig, weil unter 'Magic' oder 'Magie' auch
Zauberkunststueckchen a la Copperfield verstanden werden. Das hat aber
mit *Magick* nichts zu tun! 'Magick' ist der individuelle Weg,
Realitaet
mittels Magie zu beeinflussen bzw. zu veraendern, Informationen zu
erhalten
und Kraefte zu rufen und/oder zu bannen!


*F* :
-----
Was sind magische Rituale und wozu sind sie gut? Was muss ich
beachten,
wenn ich selbst solche Rituale durchfuehren will?


*A* :
-----
Hier kommen wir zu einem der Grundthemen der praktischen Magie:
Rituale!
Ein magisches Ritual ist eine Zeremonie, in der magische Instrumente
und
Formeln in einen Zusammenhang gebracht werden, um eine bestimmte
Energie
zu schaffen, mittels der eine Kraft oder eine Wesenheit gerufen wird.
Um
es mit einem modernen Begriff auszudruecken: Ein Ritual ist ein
magisches
Programm! Es enthaelt ein Geruest, in dessen Rahmen die Elemente der
Operation eingebettet sind und es hat Regeln, nach denen der Magier
das
Ritual gestaltet. Rituale haben einen initiatorischen Charakter, d.h.,
sie
'oeffnen' Tore des Bewusstseins, die den Magier mit anderen Ebenen in
Kontakt bringen. In einem Ritual wird Energie aufgebaut. Dabei werden
Kraefte oder Wesenheiten angerufen, mit denen der Magier arbeiten will
oder von denen er sich Dienste bzw. Informationen erwuenscht. In einem
Ritual wird ein Gedankenmodell zu einer Assoziationskette verknuepft,
mit
Energie geladen und dadurch der angerufenen Kraft ermoeglicht, sich zu
manifestieren. Dies muss nicht unbedingt waehrend des Rituals
geschehen.
Oftmals ist es so, dass waehrend eines Rituals gar nichts geschieht,
und
die Folgen sich erst spaeter bemerkbar machen! Da bei einem Ritual
aber
nicht nur gewuenschte Kraefte auftreten koennen, sondern sich vielfach
eine ganze Menge sekundaerer Kraefte (Elementale=psychisch geladenene
Gedankenformen) 'angelockt' fuehlt, die entweder an der Energie des
Rituals partiziperen und dieses dadurch schwaechen, oder aber sich an
die
Aura des Magiers binden, um von diesem Energie abzusaugen. Daher
gehoert
zu den grundlegenden Voraussetzungen zur Ausuebung praktischer Magie
das
Erlernen einer *Bannung* ! Die Bannung ist eine Schutzformel, z.B ein
Mantram, welches auch in ein Ritual eingebunden werden kann und durch
die
der Magier sich gegen ungebetene 'Gaeste' schuetzt. Wer bei magischen
Operationen, in denen Kraefte erzeugt oder gerufen werden, ohne eine
Bannung arbeitet, geht ein hohes Risiko ein. Die Folgen koennen fatal
sein, von Spukerscheinungen angefangen, ueber gesundheitliche
Stoerungen
bis hin zu Besessenheitsproblemen!


*F* :
-----
Wie fange ich es am Besten an, wenn ich Magie lernen will? Muss ich
mir
einen Lehrer suchen oder ist es besser, Mitglied in einer Organisation
zu
werden, die Magie lehrt?

*A* :
-----
Wie jeder Weg, beginnt auch der magische Pfad mit dem ersten Schritt!
So
faengt man natuerlich erst einmal mit der Theorie an, um das Pferd
richtig
herum aufzuzaeumen. Die theoretische Grundlage ist sozusagen der
Einstieg
in das magische Gedankengebaeude. Suche Dir also eine esoterische
Buchhandlung in Deiner Naehe und schau Dich dort erst einmal um.
Bestimmt
wird es einige Buecher geben, die Dir besonders ins Auge fallen. Das
ist
kein Zufall, und wenn Du es Dir leisten kannst, solltest Du versuchen,
diese Buecher zu erwerben. Es ist ein okkultes Gesetz, dass, wenn man
sich
mit einem Thema gedanklich besonders intensiv beschaeftigt, fallen
einem
Dinge 'zu', die dieses Thema unmittelbar beruehren. Das gilt in diesem
Fall sowohl fuer die entsprechende Literatur als auch ganz besonders
fuer
einen Lehrer. Viele Magier lernen diese Wissenschaft heute
autodidaktisch.
Andere haben das Beduerfnis nach einem Lehrer. Lass Dich dabei von
Deinem
Gefuehl leiten. Wenn es 'richtig' fuer Dich ist, einen Lehrer zu
haben,
wird Dir ein solcher auf Deinem Weg auch begegnen. Aehnlich verhaelt
es
sich mit okkulten Organisationen, von denen es eine ganze Reihe gibt.
Es
haengt von Dir selber ab, und mit der Zeit wird sich auch ganz von
selbst
herausstellen, ob Du fuer die Magie ueberhaupt geeignet bist. Denn
nicht
umsonst gilt die Regel: "Viele sind berufen, doch nicht alle sind
erwaehlt!". Spaetestens am Hueter der Schwelle trennt sich die Spreu
vom
Weizen...


*F* :
-----
Was ist der 'Hueter der Schwelle'?

*A* :
-----
Der *Hueter der Schwelle* ist ein sogenanntes 'archetypisches
Prinzip',
mit dem jeder, der sich ernsthaft mit Magie beschaeftigt, ueber kurz
oder
lang konfrontiert wird (und dies nicht nur einmal)! Astrologisch ist
diesem Prinzip der Planet Saturn zugeordnet, was dem astrologisch
Bewanderten bereits einiges sagen duerfte. Saturn steht fuer das
Schicksal, Karma, Verhaengnis, Krankheit, Siechtum und Tod - aber auch
fuer die *Erkenntnis*, die mit der Ueberwindung dieser Dinge
zusammenhaengt! Saturn ist das Prinzip, das dem Menschen Grenzen
setzt!
Dies jedoch nicht um daran zu scheitern, sondern um diese zu
ueberwinden!
Wer dennoch daran scheitert, der ist noch nicht reif fuer die Welt
dahinter. Und genau das repraesentiert der Hueter der Schwelle! Er
konfrontiert den Suchenden mit seinen eigenen Grenzen und
Schwierigkeiten!
Bevor die Schwelle hinter dem Schleier ueberschritten werden kann,
muss
der Suchende den Schluessel fuer das Tor dazu finden. Dies geschieht
zunaechst durch die Konfrontation mit den eigenen Aengsten und
Unzulaenglichkeiten, die sich durch die persoenlichen Verdraengungen
manifestieren. Das koennen unaufgearbeitete Konflikte sein, die
ploetzlich
wieder hochkommen (z.B. Eltern-Kind-Konflikte), es koennen verdraengte
Aengste sein (Dunkelheit!), Neurosen und andere Probleme. Manchmal,
nicht
immer, erscheint der Hueter der Schwelle in personifizierter Form,
z.B. im
Traum. In Bulwer-Lyttons Roman 'Zanoni' wird er geschildert als
furchterregendes altes Weib, das den Unerfahrenen in den Wahnsinn
treibt.
Der Hueter der Schwelle ist der Waechter an der Pforte zur magischen
Welt
- *wer ihn ueberwinden will, muss zuerst sich selbst ueberwinden*!
Darin
liegt der Schluessel zu diesem Archetypus...


*F* :
-----
Der Begriff "Archetypen" wurde erwaehnt. Was versteht man darunter?

*A* :
-----
Dieser Begriff wurde erstmals von dem Psychoanalytiker Carl Gustav
Jung
aufgebracht. Er verstand darunter so etwas wie Urbilder und -kraefte,
die
in der kollektiven Psyche der Menschheit wirksam sind und sich in
bestimmten
geistigen Zustaenden, z.B. im Traum oder in Trance manifestieren und
spezifische Inhalte vermitteln. C.G.Jung zaehlte z.B. die Goetter des
Altertums zu den Archetypen. Die Bilder auf den ersten 22 Hauptkarten
des
Tarot (die sog. 'Truempfe' oder auch 'Arkanen') stellen archetypische
Kraefte
dar! Auch Engel und Daemonen sind in gewisser Weise Archetypen. Die
sogenannte "Hohe Magie" bedient sich z.B. groesstenteils des
Potentials
dieser Kraefte, indem sie angerufen und im Bewusstsein des Magiers
integriert
werden...

+++

Dies war der erste Teil der FAQ zum Thema Magie. Zum Schluss verweise
ich
alle Suchenden auf dem magischen Weg auf die ehernen vier Saeulen, auf
denen
das grosse Werk der Magie gebaut ist:

1. _WISSEN_ ist die erste Saeule der Magie, denn ohne Wissen gibt es
keine
Orientierung und keine Unterscheidung.

2. _WOLLEN_ heisst die zweite Saeule, denn nur durch Wollen wird man
faehig, zu *entscheiden*!

3. _WAGEN_ ist die dritte Saeule des magischen Gebaeudes, denn ohne zu
wagen wird man nichts veraendern und nichts bewegen !

4. _SCHWEIGEN_ schliesslich ist die vierte Saeule, denn im Schweigen
liegt
die Staerke, aus der der Impuls zum gezielten Handeln kommt!



*F*:
----
In der ersten FAQ hiess es, dass "Magie die Kunst ist, in
Uebereinstimmung mit
dem Willen auf geistigem Wege Veraenderungen in der Realitaet zu
bewirken".
Ist das wirklich so einfach? Kann der Mensch sich denn ueberhaupt
anmassen,
zu bestimmen, was Realitaet sein soll, und was nicht? Sollten wir dies
nicht
vielmehr dem Willen Gottes ueberlassen?

*A*:
----
Um 'Gottes Willen' <G>! Im Grunde tut der Mensch seit der Zeit seiner
ersten
Bewusstwerdung doch nichts anderes, als die Realitaet nach seinem
Willen zu
formen! Waere dies nicht der Fall, wuerden wir vermutlich immer noch
in
Hoehlen hausen und auf Baeumen herumklettern - was vielleicht dem
Oekosystem des Planeten zutraeglicher waere, aber nicht im Sinne der
Evolution ist. Das Bewusstsein als Faehigkeit, sich und seine Umwelt
zu
reflektieren und zu erkennen, ist als Teil der goettlichen Kraft dem
Menschen gegeben, um damit sich selbst zu erkennen und
weiterzuentwickeln.
Dies impliziert auch, die Realitaet nach seinem Willen und seinen
Moeglichkeiten zu gestalten! Dazu gibt es zwei Wege: der erste fuehrt
ueber die Materie - daraus resultiert Wissenschaft und Technik. Der
zweite
fuehrt ueber den Geist - und daraus resultiert die Magie! Der
vollkommene
Weg ist der, der beide miteinander verbindet! Und da der 'Wille
Gottes'
fuer menschliche Begriffe unerforschlich ist, werden wir uns wohl oder
uebel mit unserem Willen begnuegen muessen - und bereit sein, dafuer
auch
die Verantwortung zu uebernehmen.


*F*:
----
Was ist eigentlich 'Schwarze Magie'?

*A*:
----
Wenn es nach menschlichen Massstaeben geht, ist 'Schwarze Magie' immer
die
Magie der anderen <G>! Traditionelle esoterische Glaubensrichtungen
unterscheiden zwischen 'Schwarzer' und 'Weisser Magie'. Demnach waere
'Schwarze Magie' alles, was darauf abzielt, sich selbst auf magischem
Wege
Vorteile zu verschaffen oder anderen Menschen zu schaden, also
destruktiv,
'Weisse Magie' hingegen konstruktiv, also Heilungsmagie, etc. So
einfach
ist das aber nicht! Magie an sich ist absolut wertneutral! Es ist eine
Kraft wie z.B. der elektrische Strom und kann fuer positive wie
negative
Zwecke angewendet werden - wenn man den Schluessel dazu besitzt! So
gibt
es z.B. die 'niedere Magie', die vorwiegend mit den Naturkraeften
arbeitet. Dies sind die Wesenheiten der Elemente, PSI-Kraefte, sowie
astrale Formen und Daemonen. Die sogenannte 'Hohe Magie' hingegen
arbeitet
mit hoeheren spirituellen Kraeften und zielt primaer auf die
Verbindung
mit dem 'geistigen Selbst' ab, auch 'heiliger Schutzengel' genannt. Im
esoterischen Sprachgebrauch nennt man dies die 'Unio Mystica'. Die
Grundlage dazu ist die Selbsterkenntnis, die ueber Selbstbeherrschung
und
Selbstreflektion erworben wird. Der Unterschied zwischen Schwarz und
Weiss
gilt, solange der Mensch in der Polaritaet und Schicksalsverstrickung
gefangen ist - welche aus der Unbewusstheit und Unwissenheit entsteht.
Magie
aber zielt gerade darauf ab, diese Grenzen zu ueberwinden, durch
Erlangung
von Wissen und _Bewusstheit_ zum Meister seines Schicksals zu werden!
Dies
aber erfordert harte Arbeit an sich selbst! 'Schwarze Magie' ist das
hoechstens in den Augen jener Menschen, die zu unwissend, borniert und
zu
bequem sind, selbst einen solchen Versuch zu wagen - oft blockiert
durch die
Lehren dogmatischer Glaubenssysteme, die - kontrolliert von
Psychopathen -
darauf abzielen, den Menschen geistig zu versklaven (das gilt auch
fuer
sogenannte "Erloeserreligionen")! Insofern koennte man allenfalls
sagen,
dass "Schwarze Magie" der Versuch ist, mit magischen Mitteln Macht
ueber
das Schicksal und andere Menschen zu erlangen, _ohne_ vorher Macht
ueber
sich selbst zu besitzen! Aus diesem Grunde ist ein solcher Versuch
auch
stets zum Scheitern verurteilt, denn wer keine Macht ueber sich selbst
besitzt, wird auch niemals wirklich Macht ueber andere besitzen,
geschweige
denn ueber das Schicksal! Solche Menschen werden jedoch gewoehnlich
ein Opfer
von Kraeften und Wesenheiten, die sie fuer ihre Zwecke benutzen und
dann ins
Verderben rennen lassen. Daher kommt auch die gaengige Auffassung,
dass
'Schwarzmagier' in die Hoelle kommen, naemlich in die "Hoelle", die
sie sich
selbst erschaffen haben...

Ein Magier, der die Stufen Selbstreflektion, Selbstbeherrschung,
Selbsterkenntnis beschritten und aufgrund seiner Erfahrungen und
Erkenntnisse bereits eine hoehere Bewusstheit erlangt hat,
unterscheidet
nicht zwischen 'schwarzer und weisser Magie'. Auf dieser Stufe hat er
es
auch nicht mehr noetig, nach irgendwelcher obskuren Macht zu streben,
da
er sie besitzt! Er wendet sie an, um seinen Weg zu gehen und dabei die
Dinge heranzuziehen, die er benoetigt, und jene Dinge bzw. Kraefte zu
entfernen, die ihm im Wege stehen oder schaden.


*F*:
----
Kann man Magie "beweisen"?

*A*:
----
Eine berechtigte Frage! Es ist tatsaechlich schwer, fuer Magie einen
objektiven Beweis zu erbringen, da es vom individuellen Bezugsrahmen
abhaengt. Magie ist in erster Hinsicht ein Weg der Bewusstseins-
veraenderung und -entwicklung, wobei die Existenz einer unsichtbaren
Welt,
einer hoeheren Daseinsebene vorausgesetzt wird, mit der man geistig in
Kontakt tritt, um etwas zu bewirken. Dabei koennen sich natuerlich
auch
spontane sogenannte 'parapsychische Phaenomene' manifestieren, was
auch
oftmals passiert. Die Frage von Existenz und Nichtexistenz stellt sich
hierbei gar nicht, da im Prinzip *alles* existent ist, wenn auch in
verschiedenen Bezugssystemen. Ein Magier waehlt sich einen
Bezugsrahmen,
innerhalb dessen er Informationen und Erfahrungen sammeln moechte.
Zunaechst ist dieser tatsaechlich subjektiv. Der Knackpunkt liegt
darin,
Energien aus diesem Bezugsrahmen in einen anderen, z.B. unsere
"Realitaet"
zu transferieren. Ob und wie weit dies gelingt, haengt von den
Faehigkeiten und Fortschritt des Einzelnen ab. Was dem einen spielend
gelingt, muss ein anderer noch lange nicht koennen. Das bedeutet aber
nicht, das es *nicht* moeglich ist. Das Grundprinzip ist eigentlich
ganz
einfach: Wahrnehmung, Bewusstsein und Realitaet bilden einen engen
Zusammenhang. Der "Klebstoff" ist das 'Sein' an sich. Veraendere ich
einen
Aspekt dieses Gefueges, veraendere ich auch die gesamte lokale
Struktur.
Da Realitaet letztendlich in unserem Kopf stattfindet, liegt dort auch
der
Schluessel zur Veraenderung. Realitaet ist nicht zuletzt
*Information*!
Die Uebermittlung und Veraenderung von Information findet durch
*Kommunikation* statt. Auch Magie wird kommuniziert: Magie *ist*
Kommunikation, auf zahlreichen Wegen! (Siehe dazu auch die Karte No.1
im
Tarotdeck mit dem Titel "Der Magier". Sie wird repraesentiert durch
Merkur, dem Prinzip der Kommunikation!).

Magie ist ein okkulter Erkenntnisweg, denn um etwas veraendern zu
koennen,
muss man erst erkennen! Daher heissen auch die vier Grundpfeiler der
Magie

*Wissen, Wollen, Wagen und Schweigen*!

Wer nun daherkommt und sagt "Ich glaube erst an Magie, wenn Du mir ein
Phaenomen vorfuehrst", liegt ziemlich schief, denn physische
Phaenomene
sind sekundaere Begleiterscheinungen magischer Operationen. Sie sind
nicht
unbedingt das Ziel! Und wenn ich auf die Aufforderung, z.B. als Beweis
fuer meine magischen Kraefte einen Gegenstand schweben oder
verschwinden
lassen soll und in diesem Punkt passen muss, heisst das noch lange
nicht,
dass Magie nicht funktioniert! Magie *wirkt*, wobei mit 'wirken' ein
komplexer Prozess gemeint ist! Wenn ich es mir also zur Zielsetzung
mache,
Gegenstaende schweben oder beliebig verschwinden und wieder auftauchen
zu
lassen, dann erfordert das natuerlich eine intensive Beschaeftigung
mit
diesem Wollen. Im Lauf der Zeit sind dabei auch Erfolge zu erwarten,
wenn
man es richtig anstellt.
Die Methode "Wenn-du-das-wirklich-kannst-dann-zeig-es-mir" ist nicht
der
richtige Einstieg in diese Materie. Das funktioniert gut bei Leuten,
die
stolz auf 230 km/h schnelle Autos sind oder sich an ihrer neuen
Stereoanlage nicht erfreuen koennen, ohne sie allen Bekannten
vorgefuehrt
zu haben. Diese energieverschwendende Seite des Egos wird man bei
Magiern,
die auf ihrem Weg schon ein Stueck vorangekommen sind, vergeblich
suchen..


*F*:
----
Woran erkenne ich einen Magier?

*A*:
----
Es wird schwerfallen, einen Magier so ohne weiteres zu erkennen, da
wohl
die wenigsten, die von dieser Sache etwas verstehen, mit einem Schild
herumlaufen, auf dem steht "Ich bin ein Magier"! Natuerlich gibt es
zahlreiche Menschen, die mit allerhand magischem Klingelkram wie
Ringen,
Kristallen, Amuletten, besondere Kleidung, etc., behangen sind und
damit
ihre esotierische Wichtigkeit meinen unterstreichen zu muessen. Das
sind
aber noch lange keine Magier oder 'Esoteriker'. Esoterik bedeutet 'von
Innen kommend'. Alle aeusseren 'magischen' Attribute haben einen
exoterischen Charakter, und solange jemand "das Magische" im Aeusseren
sucht, steht er noch auf der untersten, exoterischen Stufe des Weges.
Auch
die Weltreligionen sind exoterisch, was nicht heisst, dass sie nicht
auch
eine esoterische Komponente besitzen. Die ist jedoch nur denjenigen
zugaenglich, die den Weg aus der aeusseren Welt durch das Tor des
Geistes
in das Innere gefunden haben, z.B. durch Meditation und andere
geistige
Uebungen. Wenn man diesen Weg konsequent verfolgt, oeffnet sich mit
der
Zeit eine neue 'Realitaet', in der sich die Magie offenbart. Ein
Magier
unterscheidet sich von einem gewoehnlichen Menschen durch seine
'inneren'
Qualitaeten, wie Zentriertheit, Gelassenheit, okkulte Erkenntnis und
Bewusstheit seines Weges. Waehrend der 'gewoehnliche Sterbliche' sich
in
sein Schicksal meist mehr oder weniger klagend fuegt, sucht - und
findet!
- der Magier Mittel und Wege, sein Schicksal zu lenken, Probleme zu
loesen
und auch Niederlagen in Siege umzumuenzen! Manche, nicht alle,
entscheiden
sich dafuer, anderen Menschen mit ihren Faehigkeiten zu helfen und
machen
entsprechende Reklame. An ihrem Erfolg zeigt sich, wie gut sie sind.
Andere benutzen diese Kraft, um ihren eigenen Weg zu gehen und
verhalten
sich dabei unauffaellig. Auch Magier untereinander erkennen sich
durchaus nicht
immer, wenn sie nicht erkannt werden wollen..!


*F*:
----
Wie werde ich ein Magier?

*A*:
----
Einige Antworten dazu wurde bereits im ersten Teil der MAGIE.FAQ
gegeben.
Zunaechst einmal haengt es von einem selber ab, was er eigentlich
erreichen will und wie das geschehen soll. Die Menschen sind sehr
verschieden in ihren Beduerfnissen und Faehigkeiten. Was fuer den
einen
richtig ist, muss es fuer den anderen noch lange nicht sein! So lassen
sich pauschal nur ein paar wenige Ratschlaege erteilen.

1.) _Intuition_ ist eine wichtige Voraussetzung! Wer keine 'Idee' hat,
wie
er vorgehen soll, hat schlechte Karten! Meistens findet sich nicht
gleich
ein Lehrer, der einem das noetige Ruestzeug mitgibt. Gewoehnlich ist
es
sogar so, dass man sich, zumindest am Anfang, den Weg allein
erkaempfen
muss ('erkaempfen' deshalb, weil viele Fallstricke, Illusionen und
Hindernisse auf dem magischen Weg liegen). Viele geben auf, sobald
sich
die ersten Schwierigkeiten am Horizont zeigen, und das ist auch gut
so,
denn, wie es einmal ein hoher Eingeweihter zum Ausdruck gebracht hat:
"Man
steigt nicht zu Hunderten auf den Gipfel; der kuehnste Steiger zwingt
den
Weg allein!" Die Magie stellt hohe Anforderungen an den Suchenden.
Erstens
zeigt sie sich nicht gleich auf Anhieb, bzw. auf eine Weise, die nicht
immer sofort erkannt wird, zweitens spielt sie einem gerne Streiche,
die
gewoehnlich mit den eigenen Knackpunkten zusammenhaengen, und drittens
konfrontiert sie den Suchenden mit seinen vergrabenen Konflikten,
Komplexen und Charakterschwaechen, die erkannt und bewaeltigt werden
muessen, will man weiterkommen! Deshalb ist die Beschaeftigung mit
Magie
voellig ungeeignet fuer Menschen mit schweren psychischen Problemen,
da
diese dann erst recht den Weg in die Klapsmuehle finden..!

2.) An der Lektuere einschlaegiger magischer Literatur fuehrt kein Weg
vorbei,
und sei es, um sich zunaechst einen Ueberblick zu verschaffen. Deshalb
gehoert es zu den ersten Dingen, die man als angehender Magier tun
muss,
sich in eine esoterische Buchhandlung zu begeben und mal zu schauen,
was
es da alles gibt. Das Angebot ist gewoehnlich riesengross, und schon
daher
ist es gar nicht so einfach, fuer sich "das Richtige" zu finden.
Deshalb
ist auch hier Intuition vonnoeten! Oft ist es so, dass man sich von
bestimmten Buechern 'magisch' angezogen fuehlt oder diese besonderes
Interesse erwecken. Diese Buecher sollte man auf jeden Fall erwerben.
Dass
dafuer ein bisschen Kohle vorhanden sein sollte, ist wohl klar.
Niemand
hat behauptet, dass es auf dem magischen Weg etwas umsonst gibt (und
wer
diesen Weg anfaengt, indem er Buecher klaut, der hat schon verloren -
magisch gesehen <eg>)!
Optimal ist es, wenn Buecher, die einem weiterhelfen, den Weg 'von
selbst'
zu einem finden, z.B. als unerwartetes Geschenk. Das ist an fuer sich
schon Magie...

3.) Tja, aller guten Dinge sind drei! Deshalb weise ich daraufhin,
dass man
nicht darum herum kommt, sich mit einigen grundsaetzlichen magischen
Uebungen zu beschaeftigen! Diese sind u.a. _Konzentration_, sowie
_Visualisation_. Ohne diese beiden Faehigkeiten bewirkt man nichts in
der
Magie! Ausserdem wichtig sind noch Uebungen in Entspannungstechniken
sowie
'richtigem' Atmen! Wer falsch atmet, erzeugt eine Disharmonie in
seinem
Energiesystem und wird mit magischen Uebungen schnell Probleme
bekommen,
da hier psychische Energie freigesetzt wird, die sich dann in den
Blockaden staut. Um hier einen Tip zu geben: Es ist wichtig, immer
tief in
den Bauchraum zu atmen, d.h., das Zwerchfell muss voll miteinbezogen
werden! Die meisten Menschen atmen zu flach und haben von daher
bereits
einen zu niedrigen Energielevel. Wenn man jetzt ploetzlich anfaengt,
'tief' zu atmen, besonders, wenn man noch Raucher ist, treten
Schwindelgefuehle, Hustenreiz, Lungenstechen und aehnliche Probleme
auf.
Kein Wunder, wenn die Lunge lange Zeit nicht richtig ausgelastet war!
Wenn
man das aber, ohne zu uebertreiben, regelmaessig uebt, verschwinden
diese
Phaenomene und es stellt sich mit der Zeit ein gesteigertes
Wohlbefinden
ein, da der Energiehaushalt sich harmonisiert und die Lebenskraft -
auch
'Prana' genannt - steigt. Uebrigens ist auch auf eine richtige
(=aufrechte)
Koerperhaltung zu achten! Wer laengere Zeit in verkruemmter Haltung
vor dem
Computer oder am Schreibtisch sitzt, blockiert dadurch ebenfalls seine
feinstofflichen Energiekanaele. Es ist z.B. eine gute Uebung fuer den
Anfang,
gesteigerte Bewusstheit in Bezug auf die eigene Koerperhaltung zu
entwickeln!
Wenn man dies nun noch durch entsprechende Entspannungs-,
Konzentrations-
und Imaginationsuebungen unterstuetzt, ist alles perfekt! Zum Schluss
sei
noch erwaehnt, dass auch Gedankenkontrolle zu den Faehigkeiten
gehoert, die
man sich als Magier aneignen muss! Denn alle Magie beginnt bei den
Gedanken,
und nichts ist so maechtig, wie ein konzentriert formulierter und
ueber
laengere Zeit visualisierter Gedanke!
Bleibt noch anzumerken, dass alle ausgesendete Energie letztendlich
wieder
zu ihrem Verursacher zurueckkehrt...


*F*:
----
Hat der Autor dieser FAQ denn selber alle Stufen durchgearbeitet, von
denen
er schreibt?

*A*:
----
Die meisten, bis auf einige Aspekte. Aber daran wird gearbeitet..!
:-))
(Sonst haette er die FAQ auch nicht schreiben koennen...<g>)





Magische Gruesse!

Werner

...
MfG *Hendrik*
--
Was kommt hinter Sodom und Gomorrah ?
Admah und Zeboim !



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